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Paypal im Visier von Lulsec und Anonymous

By am 29.07.2011

Der Internetbezahldienst Paypal ist ins Visier von Hackern geraten. Wikileaks hat gemeinsam mit den Hackern von Anonymous und Lulsec zur Kontokündigung bei Paypal aufgerufen.

Börsenkurs des Mutterunternehmens leicht gefallen

Vor wenigen Tagen wurden einige Hackeraktivisten festgenommen, es ist davon auszugehen, dass es sich um eine Racheaktion des Hackerkollektivs handelt. Bereits in den ersten 24 Stunden der “Operation Paypal” wurden über 20.000 Kundenkonten bei dem Online-Bezahldienst geschlossen. Der Mutterkonzern Ebay verlor daraufhin 3 Prozentpunkte seines Börsenkurses. Das führte auf Seiten der Internethacker zu großer Freude. Doch auch bei Paypal reagierte man auf den Angriff. Eine Online-Kündigung des Accounts ist nicht mehr möglich. Wer sein Paypal-Konto kündigen möchte, muss jetzt eine der Service-Telefonnummern anrufen.

Der Grund für die Racheaktion an Paypal liegt darin, dass der Bezahldienst am Anfang des Jahres nach der Festnahme des Wikileaksgründers Julian Assange die Konten von Wikileaks kurzerhand eingefroren hatte.

Klage deutscher Online-Händler gegen Paypal

Auch von deutscher Seite stehen dem Online-Bezahldienst Probleme ins Haus. Einige Online-Händler planen eine Klage gegen Paypal. Die Händler hatten Waren aus Kuba in ihren Online-Shops angeboten, daraufhin wurde ihnen von Paypal gekündigt. In den USA herrscht seit 1962 ein Embargo für Waren aus Kuba. Der Anwalt der deutschen Händler bezweifelt aber, ob die amerikanischen Gesetze auch in Deutschland anwendbar sind. Die betroffenen Händler prüfen jetzt die Einleitung rechtlicher Schritte gegen den Internet-Bezahldienst.