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Google nutzt auch Sicherheitslücke beim Internet Explorer aus

Nachdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass Google beim Apple-Browser Safari die Datenschutzeinstellungen umgehe, wirft nun Microsoft dem Suchmaschinenriesen vor, ähnliches auch beim Internet Explorer zu tun.

Cookies mit unbekanntem Code werden akzeptiert

Aus einem Blogeintrag Microsofts geht hervor, dass Google eine Lücke im System ausnutze. Der Internet Explorer blockiert alle Cookies von Anbietern, die sich nicht an das P3P-Format halten. P3P bedeutet Plattform for Privacy an Preferences Project und dient dazu, dem User zu verdeutlichen, was mit seinen Daten beim Aufrufen einer Seite passiert. Im P3P- Format stellen Cookies einem Browser per integriertem Code dar, welchen Zweck sie verfolgen. Der User kann dann bei Microsofts Internet Explorer entscheiden, ob er dieses Cookies zulassen möchte.

Als Microsoft vor gut 10 Jahren das P3P-Format einführte, entschied sich das Unternehmen dafür, Cookies mit unbekanntem Code zunächst zuzulassen. Nach Angaben Microsofts nutze Google nun diese Systemlücke für seine Zwecke aus.

Sicherheitslücke einfach schließen

Der Suchmaschinenriese weist die Vorwürfe Microsofts zurück und betont, dass es nicht möglich sei, den Anforderungen des Unternehmens zu genügen und „gleichzeitig moderne Webfunktionen“ anzubieten. Bereits vor zwei Jahren gab es eine Untersuchung nach der mehr als 11.000 Webseiten nicht das von Microsoft geforderte P3P-Format einsetzten. Google kritisiert, dass Microsoft das seit langem bekannte Schlupfloch nicht einfach schließe.