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In Dänemark sperrt die Polizei versehentlich 8000 Webseiten

By am 05.03.2012

In Dänemark waren für Kunden der Provider Simninn und Tele Grönland die Zugänge zu insgesamt 8000 Webseiten, unter ihnen auch Facebook und Google, gesperrt. Das zur dänischen Polizei gehörende IT-Nachforschungszentrum Nitec hatte die Sperrung versehentlich veranlasst.

Mitarbeiter kopiert Liste in falschen Ordner

Ein Mitarbeiter hatte versehentlich dir Webadressen der Seiten auf eine Sperrliste gesetzt. In Dänemark können die Internetprovider freiwillig Seiten sperren, in der Regel handelt es sich bei den blockierten Seiten um Plattformen mit kinderpornographischen Angeboten. Der zuständige Mitarbeiter hatte die Listen irrtümlich in einen falschen Ordner kopiert und die Provider hatten daraufhin die entsprechenden Seiten gesperrt. Berichten zufolge dauerte es mehr als drei Stunden, bis die Sperrung wieder rückgängig gemacht werden konnte. Der Nitec-Chef Johnny Lundberg betonte einem Bericht von “Heise Online” zufolge, dass inzwischen die Anweisungen geändert wurden und in Zukunft zwei Mitarbeiter für die Webseitensperren verantwortlich sein müssten.

Piraten weisen auf “fatale Folgen” hin

Auch die deutsche Piratenpartei berichtet auf ihrer Webseite über den Vorfall. Dabei äußert der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Bernd Schlömer, dass sich anhand dieses Vorfalls zeige, welche “fatalen Folgen” Internetsperren für das Recht auf freien Zugang zu Informationen hätten. Schlömer sprach sich für ein konsequentes Vorgehen gegen Internet-Straftaten aus und betonte, dass die Löschung der rechtswidrigen Seiten wesentlich effektiver sei, als eine Blockierung.