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Google muss wegen WLAN-Mitschnitt Strafe zahlen

By am 17.04.2012

Nach einer Entscheidung der US-Telekommunikationsbehörde FCC muss der Internetkonzern Google eine Strafe in Höhe von 25.000 US-Dollar zahlen. Grund für die Strafe ist die unerlaubte Sammlung von WLAN-Verbindungen während der Aufnahmen für den Google-Bilderdienst Streetview.

Google hat Daten versehentlich mitgeschnitten

Google zahlt einen Betrag von 25.000 US-Dollar vermutlich aus der Portokasse. Bei der Summe handelt es sich jedoch um den höchsten Betrag, den die US-Behörde als Strafe festsetzen kann und die Festsetzung hat einen symbolischen Charakter. Gegen die Zahlung der Summe werden die weiteren Ermittlungen einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” zufolge nun eingestellt. Der Internetriese hatte betont, die Daten wären bei den Streetview-Aufnahmen versehentlich mitgeschnitten worden. In den Datenfragmenten befanden sich Emails, Passwörter und Internetadressen. In der Untersuchung war herausgekommen, dass Google drei Jahre lang unberechtigt Daten gesammelt hatte, zu denen aufgrund eines Softwarefehlers auch nicht benötigte Daten zählten, die das Unternehmen eigenen Angaben zufolge jedoch nie verwendet habe.

Google zeigte sich nicht kooperativ

Die Festsetzung der Strafzahlung erfolgte nach Angaben der Behörde unter anderem auch, weil das Unternehmen die Untersuchung behindert habe und die Anfragen des FCC nicht beantwortet habe. Die “Süddeutsche” berichtet, Google habe sich darauf berufen, dass die Durchsuchung eine “zeitaufwändige und beschwerliche Aufgabe” sei. Nach Ansicht des FCC sei diese Äußerung von einem weltweiten Marktführer bei Suchmaschinen vollkommen unangemessen.