DSL-Vergleich: was du zahlst, entscheidet deine Adresse
Für 30 Euro im Monat bekommst du in Barchfeld-Immelborn 500 MBit/s und 16 Kilometer weiter in Dermbach noch 2,05 MBit/s. Schlag deinen Ort nach, dann steht da, wer dort wirklich liefert.
Warum der Ort mehr zählt als der Anbieter
Ein Netzbetreiber baut nicht flächendeckend. Er baut dort, wo eine Kommune mitzieht, wo eine Förderung läuft oder wo genug Haushalte auf einem Kilometer wohnen. Wo er gebaut hat, gibt es Auswahl, und Auswahl drückt den Preis. Wo er nicht gebaut hat, bleibt die Telefonleitung, und dann zahlst du für ein Drittel des Tempos beinahe dasselbe.
Deshalb fängt hier alles beim Ort an. In 551 der 8.245 Gemeinden bekommst du für 30 Euro im Monat mindestens 500 MBit/s, in 690 gibt es unter diesem Betrag gar nichts. Dazwischen liegt alles andere.
Die Gemeinden nach diesem Maß sortiert, mit der Rechnung dahinter und dem Nachbarpaar, zwischen dem 16 Kilometer und der Faktor 244 liegen.
Was auf einer Ortsseite steht
Jede Gemeinde hat ihre eigene Seite. Darauf stehen die Anbieter, die dort schalten, mit Tempo und Preis, und darunter die, an deren Tarifen diese Seite nichts verdient. Die stehen trotzdem da, sonst wäre der Vergleich einer mit Löchern.
Dazu kommt, was der Breitbandatlas des Bundes für die Gemeinde meldet: wie weit Glasfaser reicht, wie weit Kabel, und wo die Telefonleitung ihre Grenze hat. Zwischen dem, was gemeldet ist, und dem, was sich bestellen lässt, liegen oft mehrere hundert MBit/s. Beides steht nebeneinander, damit der Unterschied auffällt.
Alle Tarife nebeneinander
Wenn du schon weißt, was an deiner Adresse geht, brauchst du keine Ortsseite, sondern eine Liste. Der Tarifvergleich führt 87 bundesweite und 197 regionale Tarife einzeln auf, filterbar nach Vorwahl, Bandbreite und Anschlussart.
Sortiert wird nach dem, was die zwei Jahre am Ende kosten: Grundpreis mal Laufzeit, Anschlusspreis und Versand dazu, Boni wieder abgezogen. Bei 87 Tarifen liegt diese Zahl über dem beworbenen Einstiegspreis, im Mittel um 18,54 Euro im Monat.