Yahoo mistet aus: Schluss mit Überschätzung
Medienberichten zufolge leitet der kriselnde US-Internetkonzern Yahoo nun Rettungsmaßnahmen ein. Das Angebot soll auf die Umsatzbringer verschlankt werden, was bedeutet, dass Yahoo 50 seiner neuen Produkte komplett einstellen oder zumindest umbauen wird. Betroffen werden jene Angebote sein, die „nicht entscheidend“ zum Umsatz beitragen, wie Yahoo-Chef Scott Thompson eröffnete.
Nutzermagneten behalten
Die Vorstellung der Geschäftszahlen für das erste Quartal von Januar bis März 2012 nutzte Thompson dazu, die anstehenden Neuerungen der Öffentlichkeit zu berichten. Der Internet-Pionier will sich nun auf Angebote wie allgemeine Nachrichten, Neuigkeiten aus Finanzen und Sport, sowie den E-Mail-Dienst konzentrieren. Diese ziehen viele Nutzer an – und somit auch Werbekunden.
„Yahoo hat viel zu viel über viel zu lange Zeit gemacht und deswegen nur einige Dinge wirklich gut“, so der Konzernchef. Deswegen müsse sich der Pionier klar darüber werden, was zu bewältigen ist und was nicht.
Erster Erfolg seit 4 Jahren
Das leichte Umsatzplus von einem Prozent zwischen Januar und März ist inzwischen das erste Quartalswachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seit 2008. Dies geht aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervor. Das Unternehmen hat demnach knapp 1,08 Milliarden US-Dollar (0,8 Milliarden Euro) eingenommen. Der Gewinn stieg um 28 Prozent auf insgesamt 286 Millionen Dollar.
Anfang dieses Monats kündigte Yahoo zudem an, 2000 Arbeitsplätze aufzugeben. Der Kampf mit dem Rivalen Google macht es dem Pionier sehr schwer. Seit Januar unterliegt das Unternehmen deshalb der Führung von Scott Thompson.
