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Telekom Austria muss finanziell nachbessern

Obwohl die Telekom Austria als einziger von sieben Interessenten am 21. April ein „bedingtes Angebot“ für den Kauf der Mehrheitsanteile in Höhe von 51 Prozent an der staatlichen Telekom Srbija abgegeben hatte, hat die serbische Regierung das ihr vorgelegte Angebot vorerst nicht akzeptiert.

Da der von Serbiens Ministerpräsidenten in Höhe von 1,4 Milliarden Euro geforderte Mindesterlös nicht geboten wurde, ist die Telekom Austria nun aufgefordert, ihr Angebot innerhalb der nächsten 15 Tage nochmals zu überdenken und nach Ansicht der Serben nachzubessern.

Angebot zurückgewiesen

Bisher hatte die Telekom Austria Group 800 bis 950 Millionen Euro sowie Investitionen in Höhe von 450 Millionen Euro im Verlauf der nächsten drei Jahre geboten. Dieses, von einem Ausschuss des serbischen Finanzministeriums begutachtete Angebot wurde als unvollständig zurückgewiesen.

Ein anderer strittiger Punkt bei den laufenden Verhandlungen ist der von der Telekom Austria geforderte Verbleib ihrer 100-prozentigen serbischen Mobilfunktochter Vip Mobile in der Gruppe, in die in der Vergangenheit weit über 600 Millionen Euro investiert wurden. Den von Serbien geforderten Verkauf ihres Tochterunternehmens, das immerhin einen Marktanteil von circa 15 Prozent hat, lehnt das österreichische Unternehmen kategorisch ab.

Alles ist noch offen

Der derzeit unklare Verhandlungsstand lässt alle denkbaren Möglichkeiten offen. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass einer wie auch immer gearteten Einigung auch die serbische Wettbewerbsbehörde zur Marktkonsolidierung noch zustimmen muss.

Die für die nächsten Tage angekündigten Gespräche werden sicher zeigen, ob die geplante Privatisierung der Telekom Srbjia dennoch Realität wird. Immerhin soll das diesjährige Budgetdefizit der serbischen Regierung 1,5 Milliarden Euro betragen – vielleicht ergibt sich aus dieser Tatsache ein Anzeichen für den weiteren Verlauf der Verhandlungen.