Infrastruktur der Deutschen Bahn soll Breitbandausbau unterstützen
Das Land Thüringen hat im Bundesrat den Antrag gestellt, durch eine Nutzung von Elementen der Infrastruktur der Deutschen Bahn den Breitbandausbau mit Glasfaserkabel aktiv zu unterstützen.
Deutsche Bahn signalisiert Einverständnis
In der vergangenen Woche hat der Bundesrat dem Antrag Thüringens zugestimmt und die aktive Unterstützung der Deutschen Bahn für den Breitbandausbau gefordert. Immerhin geht es dabei um die Erfüllung der Zielstellung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2014 75 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit Internetverbindungen auszustatten, die Downloadgeschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr anbieten.
Von der Deutschen Bahn wurde ein Signal in dieser Richtung bereits im November 2010 ausgesandt, als der Manager bei der Bahn-Sparte DB-Kommunikationstechnik, Thomas Görlich sich zu einer derartigen Kooperation positiv geäußert hatte. Damals informierte Görlich darüber, dass die Bahn bis zu 3.000 Kilometer Glasfaser für die Vernetzung ihrer Betriebsstandorte neu verlegen werde. Sowohl die Mitnutzung dieses Netzes als auch die Nutzung von Kabelführungssystemen stellte Görlich damals bereits in Aussicht.
Großes Synergiepotential der Bahn sollte nicht ungenutzt bleiben
Die Forderung zur Zusammenarbeit beim Breitbandausbau begründete der Bundesrat damit, dass das dichte Streckennetz der Deutschen Bahn mit einer Länge von über 33.000 Kilometer Schienen verschiedene Mitnutzungsmöglichkeiten biete, die vor allem in den ländlichen Gebieten genutzt werden sollten. Dazu sei auch die Mitwirkung der Bundesregierung erforderlich, um die Mitnutzung der Infrastruktur der Bahn für den Breitbandausbau in der Praxis zu sichern. Damit wären auch die dafür anfallenden Kosten günstig zu beeinflussen.
Inzwischen hat das Bundesverkehrsministerium dem Antrag der Länderkammer grundsätzlich zugestimmt.
