Obamas Geburtsurkunde im Internet zu finden
Der US-Präsident Obama hatte lange gegen Gerüchte seiner Landeszugehörigkeit zu kämpfen. Es bestand der Verdacht, dass er nicht in den USA geboren worden sei. Als Beweis veröffentlichte der Präsident nun seine Geburtsurkunde.
Weiterhin kritische, konservative Gegner
Das Weiße Haus stellte eine Kopie der Geburtsurkunde des US-Präsidenten Barack Obama ins Internet. Die seit Jahren schwelende Kontroverse um seine Staatsangehörigkeit soll damit endlich abklingen. Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Dan Pfeiffer erklärte in Washington, diese Debatte lenke „von den vielen Herausforderungen ab, denen wir als Land begegnen müssen“.
Die öffentliche Geburtsurkunde bestätigt nun, was Obama bisher angab: Er ist am 4. August 1961 als Sohn der US-Amerikanerin Stanley Ann Dunham und des kenianischen Gaststudenten Barack Hussein Obama in Kapiolani-Krankenhaus in Honolulu, im US-Bundesstaat Hawaii auf die Welt gekommen. Trotzdem spekulieren konservative, und auch namhafte, republikanische und politisch aktive Gegnern dass Obama in Wirklichkeit in Kenia geboren sei und die Nation bei seiner Wahl einem Betrug zum Opfer fiel. Der Verfassung zufolge muss ein US-Präsident in den USA geboren worden sein.
Keine Zeit für Blödsinn
Auch der Immobilienmogul Donals Trump, der ebenfalls Präsidentschaftsanwärter für die Wahl im November 2012 ist, äußerte den Berichten zufolge jüngst öffentliche Zweifel: Entweder würde Obama keine Geburtsurkunde besitzen, oder es stehe etwas „in seiner Geburtsurkunde, was sehr schlecht für ihn wäre“. Trump äußerte in mehreren Fernsehsendungen, dass er möglicherweise Muslim sei.
Schon seit dem Wahlkampf von 2008 stellen von Konservativen betriebene Internet-Seifen wie die rechtschristlich geprägte wnd.com Obamas Abstammung in Frage. Sie berichten darüber, dass Reporter in Hawaiis Tageszeitungen vom 13. Und 14. April 1961 Geburtsanzeigen für Barack Obama gefunden hätten. Dazu sagte Trump, dass Obamas Großeltern die Anzeigen wohl drucken ließen, um ihm die Staatsbürgerschaft zu ermöglichen und Sozialhilfe zu erhalten.
Obama hat nun jüngst eingeräumt, dass auch die Publikation seiner Gebrutsurkunde wohl einen Teil seiner Bevölkerung nicht überzeugen werde. Er wendete sich aber an die „überwältigende Mehrheit des amerikanischen Volkes und die Medien“ und fügte hinzu, man habe „keine Zeit für derartigen Blödsinn“.
