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ARD und ZDF machen mit Online-Videos gemeinsame Sache

Die Financial Times Deutschland berichtet, dass ARD und ZDF zusammen mit Film- und Fernsehproduktionsfirmen eine kommerzielle Online-Videothek planen. Laut ZDF-Intendant Markus Schächter ist ein zentrales Programmarchiv geplant, das im kommenden Jahr an den Start gehen soll.

Arbeitstitel „Germany´s Gold“

Laut Schächter könnte die Nutzung gegen Gebühr erfolgen oder auch aus Werbemitteln finanziert werden. Die beiden Rundfunkanstalten sind bereits mit umfangreichen Mediatheken im Internet vertreten. Das Onlineangebot der beiden Anstalten wird ständig erweitert, so soll es demnächst ein ZDF-App geben. Das unter dem Arbeitstitel Germany´s Gold laufende Projekt soll aus den prall gefüllten Archiven der beiden Medienanstalten bestückt werden. Da beide auf rund 60 Jahre Fernsehgeschichte zurückblicken können, wird einiges Material zusammenkommen.

Die Planung führen die kommerziellen Töchter der Rundfunkanstalten durch, da ARD und ZDF laut Rundfunkstaatsvertrag nicht in der privaten Wirtschaft tätig werden dürfen. Angeblich will man das Angebot auch für weitere Interessenten wie die Privatsender offen halten.

Bedenken des Kartellamtes

Bei einem ähnlich gearteten Projekt von RTL und ProSiebenSat1 hatte das Bundeskartellamt Bedenken und untersagte die Internetvideothek. Die privaten Sender haben gegen die Entscheidung Beschwerde eingelegt. Auch die Privaten wollten die Plattform für andere Sender öffnen und lediglich die Infrastruktur zur Verfügung stellen, insofern halten sie kartellrechtliche Bedenken für unbegründet.