Versatel gibt Privatkundengeschäft auf
Der Internetanbieter Versatel ist demnächst in Besitz der Investmentgesellschaft VictorianFibre Holding. Ihrerseits ist sie eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Untenehmens Kohlberg Kravis Roberts & co L.P., die Versatel-Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreitet hat. Nimmt der Internetanbieter das Angebot an, so wird es von ihm bald kein DSL mehr für Privatkunden geben.
Käufer gesucht
Die Hauptaktionäre von Versatel stimmten dem Übernahmeangebot der VictorianFibre Holding Medienberichten zufolge bereits verbindlich zu. Im zweiten Halbjahr dieses Jahes soll das Übernahmeverfahren abgeschlossen sein. Dann wolle Versatel das DSL-Privatkundengeschäft abstoßen. Gemeinsam mit Kohlberg Kravis Roberts & Co L.P. hat die Suche nach einem Käufer für dieses Geschäft gesucht. Versatel soll sich dann „zu einem infrastrukturbasierten Marktführer und präferierten Netzwerk-Partner mit Fokus auf den deutschen Wholesale- und B2B-Telekommarkt” weiterentwickeln.
Reiche Ex-Anteilseigner
Für die Übernahme von Versatel hat dei VictorianFibre Hilding über 240 Millionen Euro gezahlt. Die bisherigen Eigentümer United Internet, Cyrte Investments und die Investmentgesellschaft Apax Partners haben bereits fest zugesagt, dieses Übernahmeangebot anzunehmen. Bisher halten sie 92 Prozent der Anteile von Versatel. Diese sollen für 5, 50 Euro pro Aktie verkauft werden. Nach Angaben von Versatel erhalten die weiteren aktionäre mindestens 6,70 Euro pro Aktie. Durch den Aktienverkauf bekommt United Internet 15 Millionen Euro.
