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Scheitert der geplante Verkauf von Kabel BW am Einspruch des Bundeskartellamtes?

Die EU-Kommission und das Bundeskartellamt sind sich einig – die geplante Übernahme von Kabel BW durch Liberty Global wird durch das Bundeskartellamt geprüft.

Fusion lässt wettbewerbswidrige Auswirkungen erwarten

Der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber Babel BW ist mit rund 2,4 Millionen Kunden Deutschland drittgrößter Kabelnetzbetreiber. Gegenwärtig noch in Besitz des schwedischen Finanzinvestors EQT, hatte sich dieser bereits im März diesen Jahres mit dem US-Medienkonzern Liberty Global über den Verkauf für 3,16 Milliarden Euro geeinigt, der im zweiten Halbjahr 2011 realisiert werden sollte.
Bedingt durch die Umsatzhöhe wurde die Prüfung der beabsichtigten Transaktion bei der EU-Kommission angemeldet. Im Mai beantragte jedoch das Bundeskartellamt, die Prüfung selbst durchführen zu wollen, da die geplante Übernahme nur Auswirkungen auf den deutschen Markt habe. Diesem Antrag wurde nun stattgegeben.

Die Bedenken des Bundeskartellamtes beruhen vor allem auf der Tatsache, dass Liberty Global bereits Eigentümer von Unitymedia, Deutschlands zweitgrößtem Kabelnetzbetreiber ist. Die geplante Vereinigung beider Unternehmen unter einem Dach könne den Wettbewerb sowohl auf dem Free-TV-Markt vor allem für die Wohnungsgesellschaften aber auch für den Einspeisemarkt von Fernsehsignalen entscheidend negativ beeinflussen.

Verkauf von Kabel BW wohl eher unwahrscheinlich

Mit der Abtretung der Prüfung der Übernahme seitens der EU-Kommission an das Bundeskartellamt haben sich die Chancen für eine Genehmigung des geplanten Verkaufs drastisch verringert. Zumindest ist dies die fast einhellige Meinung von Insidern der Branche, die auf eine entstehende zu starke Marktposition und deren Auswirkungen von Unitymedia und Kabel BW verweisen, der das Bundeskartellamt die Zustimmung verweigern könnte.