IHK Schleswig-Holstein will „Like-Button“ behalten
In der Diskussion um den „Gefällt-Mir-Knopf“ von Facebook hat nun die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein Stellung bezogen. In einer Pressemitteilung teilt die IHK mit, dass sie auch weiterhin die Angebote sozialer Netzwerke nutzen werde.
Vor einiger Zeit hat Schleswigs-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert dem „Gefällt-mir-Button“ von Facebook den Kampf angesagt. Der Grund lag vor allem in der unberechtigten Weitergabe von Daten an die Facebook-Zentrale in den USA. Betreiber von Webseiten im nördlichsten Bundesland sollten bis Ende September den blauen Daumen von ihren Webseiten beseitigen. Ansonsten kündiget Schleswig-Holsteins Datenschützer Bußgelder bis zu 50.000 Euro Höhe an.
Kampf nicht auf Kosten der Unternehmen führen
Marcus Schween, bei der IHK für den Bereich Recht zuständig, betonte, „dass man den Datenschutz ernst nehme, die Vorgehensweise des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz aber nicht akzeptieren könne.“ In der Pressemitteilung der IHK heißt es weiter, dass es „völlig unangemessen sein, den Kampf um den Datenschutz auf den Schultern der schleswig-holsteinischen Unternehmen auszutragen.“ Wenn das ULD gegen das soziale Netzwerk vorgehen wolle, dann sollte das nach Ansicht Schweens direkt geschehen und nicht auf dem Rücken schleswig-holsteinischer Unternehmen.
Facebook als Vetriebskanal
Nach Angaben der IHK nutzen gerade auch die Unternehmen in Schleswig-Holstein die Plattform Facebook als Werbe- und Vertriebsweg. Wenn den Unternehmen nun das Einbinden des sozialen Netzwerks verboten würde, entstünde ein erheblicher Wettbewerbsnachteil. Schween betonte, dass die IHK gegebenenfalls auch eine gerichtliche Auseinandersetzung in Kauf nehmen würde.
