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Belgisches Gericht beschließt Internetsperre

Laut Gerichtsbeschluss sind die beiden großen belgischen Internetanbieter Belgacom und Telenet verpflichtet, ihren Kunden binnen zwei Wochen den Zugriff auf das Torrent-Verzeichnis „Pirate Bay“ zu sperren. Der Fachdienst ‚ZDnet‘ berichtet laut ‚Spiegel‘, dass das auch passieren wird. Wird die Frist von 2 Wochen nicht eingehalten, drohen den Unternehmen Bußgelder.

Bürgerrechtsorganisation protestiert

Für die belgischen Rechteinhaber-Organisation Belgian Anti-Piracy Federation (BAF) ist es ein Erfolg. Ein Berufungsgericht in Antwerpen verpflichtet die Provider zu einer Sperre auf Ebene der sogenannten Name-Server. Diese wandelnd ie als Buchstabenfolge im Browser eingetippten Web-Adressen in eine bestimmte Zahlenfolge, die sogenannte IP-Adresse, um. Die Provider haben nun den Auftrag, auf ihren eigenen Name-Servern die Umleitung zu den Pirate-Bay-Adressen zu blockieren. Doch diese ist über Einstellungen am Computer, welcher Name-Server genutzt werden soll, einfach zu umgehen – es gibt eine Reihe kostenloser Anbieter. Die belgische Bürgerrechtsorganisation Nurpa betitelt die Entscheidung des Gerichtes als einen Präzedenzfall für „Zensur“. Die Sperre bedrohe Freiheitsrechte und sei nicht verhältnismäßig. Außerdem betreffe die Blockade auf Inhalte auf Pirate Bay, die keine Urheberrechte verletzen.

Über Pirate Bay

Über das Verzeichnis Pirate Bay können Internetnutzer kostenlos Filme, Musikstücke, Spiele und Computersoftware aller Art herunterladen. Dabei werden die Inhalte nicht von der Plattform selbst gespeichert – dies wird von sogenannten Torrent-Dateien übernommen. Sie enthalten Verweise auf Wuelen, von denen die aufgelisteten Inhalte heruntergeladen werden können. Somit liegen die Inhalte nicht zentral gespeichert, sondern sind verteilt auf den Rechnern diverser anderer Nutzer vom Bittorrent-Protokoll.