Verbraucherzentrale rät: Bei Abofallen nicht zahlen
Einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hamburg zufolge gehen täglich mehrere Beschwerden von Kunden ein, die im Internet in eine „Abofalle“ getappt sind. Nach Angaben der Verbraucherschützer lauern diese Fallen auf harmlos erscheinenden Seiten wie Hausaufgabenhilfe, Kochrezepten oder Routenplanung.
Angeblicher Gewinn wartet
Die neueste Masche der Betrüger ist offensichtlich den Nutzer telefonisch oder auch per Mail oder SMS aufzufordern, eine bestimmte Seite im Netz zu besuchen. Angeblich habe der User dort etwas gewonnen. Die Verbraucherzentrale betont ausdrücklich, dass es den Betrügern dabei nur darum gehe, die persönlichen Daten der User abzufragen. Nach Angabe der Daten kommt per Post dann häufig auch eine Rechnung.
Immer stur bleiben
In diesen Fällen raten die Verbraucherschützer, auf jeden Fall stur zu bleiben. Oft gibt es auf den besuchten Seiten tatsächlich irgendwo im Kleingedruckten den Hinweis über den Abschluss eines Abos oder das Entstehen von Kosten. Da diese Angaben aber nicht offensichtlich angezeigt werden und der Nutzer nicht konkret darauf hingewiesen wird, kommt kein Vertrag zustande. Insofern besteht auch trotz Mahnungen oder Inkassoaufforderungen und Anwaltsschreiben keine Verpflichtung zur Zahlung. Auch wenn die Schreiben noch so amtlich oder beängstigend aussehen, die Verbraucherzentrale rät, auf keinen Fall den geforderten Betrag zu überweisen.
Prozessauftakt in Hamburg
Aktuell stehen vor dem Hamburger Landgericht acht Angeklagte vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, genau mit der beschriebenen Masche insgesamt 5,3 Millionen Euro ergaunert zu haben. Über Downloadportale wurde scheinbar kostenlose Software angeboten. Arglose Besucher der Seite erhielten aber später dann die Mitteilung, sie hätten ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen.
