Vergleichen Sie Ihren DSL-Anbieter

GVU will weiter gegen illegale Filmportale vorgehen

Gegen das illegale Filmportal kino.to konnte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) unlängst einen Erfolg verbuchen, denn die Seite wurde im Sommer aus dem Netz genommen und zahlreiche Verdächtige verhaftet.

Doch auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von weiteren illegalen Streaming-Portalen. Auch diesen will die GVU nun den Kampf ansagen. Der GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy betonte, dass die Betreiber der illegalen Webseiten Geld an den Werbeeinnahmen verdienen würden. Leonardy bezeichnete die Webseiten als „Vermarktungsplattform für Onlinewerbung.“

Werbewirtschaft in die Verantwortung nehmen

Nun will die GVU auch die Werbewirtschaft in die Verantwortung nehmen. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblattes“ betonte Leonardy, dass die GVU schon seit längerem versuche, seitens der Werbewirtschaft eine Selbstverpflichtung zu erreichen, Werbung nur noch auf legalen Webseiten zu schalten. Der GVU-Geschäftsführer kündigte an, dass man bei weiteren ergebnislosen Verhandlungen irgendwann auch die Frage nach der rechtlichen Verantwortung stellen müsse. Dabei äußerte Leonardy aber auch, dass in diesen Fällen höchsten die deutsche Werbewirtschaft verantwortlich wäre.

Desweiteren ist die GVU bestrebt, dass den Usern bei Aufruf eines illegalen Streaming-Portals ein deutlicher Warnhinweis eingeblendet wird.

Kurzzeitiger Anstieg bei Videotheken

Denn auch wenn nach der Schließung der Plattform kino.to die Nutzerzahlen der illegalen Portale deutlich nach unten gingen, so sind sie nach Angaben der GVU inzwischen wieder auf der gleichen Höhe angelangt. Nach Angaben der durch die Film- und Unterhaltungsindustrie getragenen Gesellschaft sei nach Abschaltung von kino.to die Anzahl der Filmausleihen in den Videotheken kurzzeitig um 25 Prozent angestiegen.