Streit zwischen Apple und Samsung geht weiter
Der schwelende Streit zwischen den beiden Herstellern Apple und Samsung geht in die nächste Runde. Mittlerweile bekriegen sich die beiden Unternehmen auf drei Kontinenten vor Gericht. In Frankreich ist Samsung am vergangenen Donnerstag damit gescheitert, den Verkauf des iPhones 4S verbieten zu lassen.

Samsung Galaxy Tab 10.1N
Auch in Japan, Italien und Australien haben die Südkoreaner einstweilige Verfügungen beantragt, um den Verkauf von Apples neuestem iPhone zu unterbinden.
In Australien wurde das Verkaufsverbot für Samsung Galaxy Tab 10.1 aufgehoben und kann dort zur Freude des südkoreanischen Konzerns doch noch für einigen Umsatz im Weihnachtsgeschäft sorgen. Eine Berufung von Apple gegen die Aufhebung des vorläufigen Verkaufsstopps wurde am Freitag abgelehnt.
Klage, Gegenklage und Berufung, immer wieder aufs Neue
In den USA treibt Apple den Patentstreit mit dem Konkurrenten Samsung jedoch weiter voran. Das Unternehmen legte gegen eine Entscheidung eines Gerichts in Kalifornien Berufung ein. Eigentlich hatten die Kalifornier mit einer einstweiligen einen Verkaufsstopp für die Galaxy-Modelle erreichen wollen, scheiterten damit aber. Die Galaxy-Modelle werden nun, gerade noch rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft, in den Geschäften erscheinen. In dem Patentstreit geht es darum, dass Apple Samsung vorwirft, das Design und die Bedienung des iPhones und des iPads für die eigenen Geräte kopiert zu haben. Die Verhandlung darüber soll im Sommer des nächsten Jahres stattfinden.
Es gibt aber auch Vorwürfe von Samsung gegen Apple. So wirft man den Kaliforniern vor, mehrere Patente für den Mobilfunkstandard UMTS verletzt zu haben. In Frankreich scheiterten die Koreaner aber bereits bei dem Versuch, den Verkauf des iPhones 4S zu unterbinden.
Als Beobachter des Streits darf man gespannt sein, wie es in dem Patentkrieg weitergehen wird.

