Heute ist „Welttag gegen Internetzensur“
In China und im Iran wurde die Internet-Überwachung deutlich verschärft. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus Online“ unter Berufung auf die Organisation „Reporter ohne Grenzen.“ Die Organisation ruft am 12. März bereits zum vierten Mal zum „Welttag gegen Internetzensur“ auf.
China weitet Zensur aus

Chinesische Flagge
In China wurde im vergangenen Monat ein neues Registrierungsverfahren eingeführt. Demnach muss ein Webseitenbetreiber vor Eröffnung einer Seite zunächst Rücksprache mit den verantwortlichen Behörden nehmen. So sollen eine offene Meinungsäußerung und eine Kritik des Regimes verhindert werden. Gerade in China werden Blogger und Online-Aktivisten massiv unter Druck gesetzt oder verhaftet.
„Feinde des Internets“
Nach Angaben des „Focus“ werden insgesamt zwölf Länder als „Feinde des Internets“ bezeichnet. In diesen Ländern werden die Internet-Angebote stark gefiltert oder die Zugänge unterliegen deutlichen Beschränkungen. Der Iran plant sogar die Einrichtung eines „nationalen Netzes“ um sich komplett vom Rest der Welt abzuschotten. Auch andere Staaten stehen bei den „Reportern ohne Grenzen“ in der Kritik, so unter anderem Kuba, Nordkorea, Saudi-Arabien und Vietnam. Einzig in Libyen habe sich nach dem Sturz Gaddafis die Situation positiv entwickelt.
Aber auch andere Länder hat die Organisation im Visier. Frankreich und Australien wollen ein Filtersystem einsetzen und werden daher scharf kritisiert.
Der „Welttag gegen Internetzensur“ findet bereits seit 2009 statt und soll auf staatliche Online-Überwachungen und Kontroll- und Zensurmaßnahmen im Netz aufmerksam machen.

