Facebook regt zu Organspenden an
Inzwischen können User in der Facebook-Chronik nahezu alles über sich preisgeben. Nun gibt es doch noch eine neue Funktion: Facebook-Mitglieder können künftig auf ihren Seiten angeben, ob sie Organspender sind.
Organspender fehlen
Facebook-Chef Mark Zuckerberg verkündete die neue Implementierung am vergangenen Dienstag. Er erklärte, seine Freundin, eine Medizinstudentin, habe ihn auf die Idee zu der neuen Funktion gebracht. Auch der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs soll Zuckerberg zu dem Einfall beigetragen haben. Jobs erhielt vor seinem Tod eine Lebertransplantation. Die „New York Times“ berichtet, in den USA würden jährlich rund 7.000 Menschen sterben, weil ein passender Organspender fehle. Facebook hofft nun, mit der neuen Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen und will so auf die Problematik der fehlenden Spender hinweisen. Zunächst soll die neue Funktion nach Angaben der „Times“ in den USA und in Großbritannien freigeschaltet werden, im Laufe der Zeit sollen weitere Länder hinzukommen.
Transplantations-Experten äußern sich positiv
Die New Yorker Zeitung berichtet, dass Transplantations-Experten sich sehr optimistisch über die Neuerung äußerten. Die Experten gehen davon aus, dass die Angehörigen ihr Einverständnis zu einer Organentnahme eher geben würden, wenn der Verstorbene dies bei Facebook kenntlich gemacht hätte. Denn nicht jeder, der bereit ist, Organe zu spenden, verfügt auch über einen Organspendeausweis und so haben Angehörige oft Probleme, eine Entscheidung zu treffen.
