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Unitymedia bringt 128 MBit/s nach Gelsenkirchen

Der seit etwa eineinhalb Jahren dem internationalen Medienkonzern und Breitbandanbieter Liberty Global gehörende Kabelnetzbetreiber Unitymedia gewinnt in Nordrhein-Westfalen und Hessen immer mehr zufriedene Kunden. Dieser Zulauf, der durch den verstärkten Breitband-Ausbau und die damit verbundenen Geschwindigkeiten von maximal 128 MBit/s begünstigt wird, geht teilweise zu Lasten der Deutschen Telekom und einiger anderer DSL-Anbieter, die darüber sicher weniger erfreut sind.

Schalke freut sich

Gegenwärtig werden in Gelsenkirchen und seiner Umgebung weitere rund 145.000 Haushalte mit Anschlüssen des Standards EuroDOCSIS 3.0 ausgestattet, die nunmehr Internet-Leitungen mit einer Kapazität von bis zu 128 MBit/s nutzen können. Damit kommt Unitymedia seinem erklärten Ziel wieder ein Stück näher, bis zum Jahresende neun von zehn technisch erreichbaren Haushalten in seinem Verbreitungsgebiet das schnelle Internet anbieten zu können.

Diese Zielstellung beträfe dann etwa neun Millionen Anschlüsse, von denen bisher allerdings erst rund die Hälfte für Fernsehen und Radio, Internet oder Telefonie genutzt werden. Diese Tatsache verdeutlicht das vorhandene enorme Wachstumspotential von Unitymedia.

Unitymedia und Kabel BW bald unter Liberty Global vereint?

Noch steht hinter dieser Aussage ein Fragezeichen, jedoch deutet vieles darauf hin, dass spätestens im zweiten Halbjahr 2011 mit Kabel BW ein weiterer Kabelnetzbetreiber vom US-amerikanischen Kabelriesen Liberty Global übernommen wird.

Gegenwärtig prüft diesen Vorgang noch das Bundeskartellamt und auch die Brüsseler Wettbewerbshüter haben ihr Urteil noch nicht gefällt. Jedoch haben sowohl Liberty als auch der an Kabel BW beteiligte schwedische Finanzinvestor EQT ihr diesbezügliches Vorgehen in mehreren Varianten bereits abgestimmt.

Liberty würde danach in Deutschland über seine Anbieter Unitymedia und Kabel BW rund sieben Millionen Haushalte mit Kabelfernsehen versorgen.