Trotz Startschwierigkeiten sieht sich die Telekom auf Kurs für das Erreichen der Gesamtjahresziele 2011
An der Prognose für das Gesamtjahr 2011 lässt Telekom-Chef René Obermann nicht rütteln. Obwohl der Start ins neue Jahr durch den geplanten Verkauf von T-Mobile USA und Probleme in Osteuropa zumindest ziemlich holprig verlief, betrachtet Obermann diesen als Start in eine neue Ära, in der Verändern und Erneuern im Vordergrund stehen werden.
Immerhin sank der Umsatz im 1. Quartal um 3,0 Prozent und das bereinigte EBITDA ging um 5,0 Prozent zurück. Der bereinigte Konzernüberschuss sank sogar um 27,4 Prozent und erreichte damit nur 0,7 Milliarden Euro. Neben den bereits genannten Gründen werden ein schwieriges Wettbewerbsumfeld, Steuerbelastungen und die Eingriffe der Regulierungsbehörden hierfür als weitere Ursachen genannt.
Trotz dieser nicht sehr erfolgreichen Ergebnisse wird die Deutsche Telekom von den Zielstellungen für das Gesamtjahr nicht abweichen. Dafür stehe vor allem auch der profitable Verlauf des Deutschlandgeschäfts im ersten Quartal, wofür das Anwachsen des operativen Ergebnisses um 3,7 Prozent spricht. Allerdings ging der Umsatz im Festnetzbereich um weitere 4,6 Prozent zurück. Der Mobilfunk-Umsatz wuchs dagegen um 1,3 Prozent.
Enormen Zuwachs verzeichnete das Geschäft mit den mobilen Daten, das um 32 Prozent zulegen konnte. Allein mehr als 100.000 Kunden hatten sich dabei im ersten Quartal für das IPTV-Entertain-Angebot der Telekom entschieden. Die damit auf 1,3 Millionen gestiegene Zahl an Bestandskunden sichert der Telekom den Anteil am DSL-Markt von etwa 46 Prozent.
Am wachsenden Smartphone-Umsatz ist die Telekom mit etwa 300.000 im ersten Quartal verkauften iPhones beteiligt.
Obermann hob bei seiner recht ausführlichen Analyse der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2011 den anhaltenden Wachstumskurs von T-Systems hervor, dessen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zulegen konnte.
