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Die Telekom im Wandlungswahn

Die France Telecom S.A. strebt nach eigenen Angaben Partnerschaften mit verschiedenen Internet-Marktführern wie Google, Apple und Facebook an. Selbst gegen inländische Wettbewerber rüstet das französische Telekommunikationsunternehmen auf. Aber auch in Deutschland ist die Telekom auf Überholkurz: Hier wird die Techniksparte umgebaut und mit Plänen über eine GmbH begonnen.

France Telekom stärkt sich gegen Konkurrenz

Laut Chief Executive Officer Stephanie Richard wird die France Telecom S.A. bald Partnerschaften mit verschiedenen Internet- Unternehmen bekannt geben. Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg gab dies gestern bekannt. Bereits vergangenen Monat traf man sich mit den CEOs von Google, Apple und Facebook. Richard gab weiterhin bekannt, dass man die Möglichkeit des Verkaufes europäischer Vermögenswerte in Betracht gezogen wird. Der Verkaufswert könnte sich auf eine Milliarde Euro belaufen. Man wolle sich zudem auf Low- und High-End Kunden konzentrieren, um sich im Heimatmarkt gegen Wettbewerber positionieren zu können. Denn im nächsten Jahr kommt ein vierter Mobilfunkanbieter, die Iliad S.A. (ILD) auf den französischen Markt.

Wandel zur GmbH in Deutschland?

Die Deutsche Telekom hat derweil mit dem Umbau der Techniksparte begonnen. Der Technikvorstand Edward Kozel arbeitet Medienberichten zufolge mit dem Produkt- und Innovationschef Thomas Kiessling an konkreten Plänen. Verschiedene Bereiche sollen nach Einheiten geordnet werden. Bei der Deutschen Telekom ist Kozel für die Entwicklung neuer Produkte zuständig und trägt zudem die Verantwortung für das Werbegeschäft. Er hofft, das Internetgeschäft des Unternehmens ausdehnen und die Produktentwicklung ankurbeln zu können. Dabei erwägt er wohl auch die Gesellschaftsform einer GmbH. Doch in dem Fall fürchten die Mitarbeiter die Loslösung von geltenden Tarifen, die Umformungen mit sich bringen. Wenn der Bereich Technik in kleinere Untergruppen geteilt wird, wird auch der Entscheidungsfindungsprozess vereinfacht, so der Plan. Kozel und Kiessling sehen sonst nur geringe Chancen, gegen Unternehmen wie Google Inc. Im Bereich webdienste und mobile Anwendungen zu bestehen. Bisher gab es aber noch keine konkreten Entscheidungen.