LTE bringt Wettbewerb langsam in Schwung
Mobiles Surfen soll deutlich schneller werden als bisher. Dies wollen die Internetanbieter Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefonica erreichen und haben zu diesem Zweck vom Bund sogenannte LTE-Frequenzen ersteigert. Sukzessive werden neben den bestehenden Anbindungen weitere Regionen an die neue Datenverbindung angeschlossen. Das bedeutet für die Verbraucher: Der Wettbewerb um die günstigsten Tarife kommt langsam in Bewegung.
Telekom startet mit LTE in Köln
In der Vergangenheit wurde die LTE-Technik ausschließlich in ländlichen Regionen angeboten, in denen keine schnellen DSL-Festnetzanschlüsse vorhanden waren. Doch die Internetanbieter haben ein neues Terrain für sich entdeckt: die Ballungsräume. Die Telekom startet heute mit dem neuen LTE-Angebot in Köln. Neben der Telekom drängt auch Vodafone in die Metropolen. Die Telekom plant bis zum Ende des Jahres LTE in 100 deutschen Städten, unter anderem in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am Main anbieten zu können. Doch Vodafone will dahinter nicht zurückbleiben und versorgt in Berlin bereits rund 200.000 Haushalte mit dem schnellen Mobilfunkinternet. Zudem sollen weitere Städte folgen.
Einen Nachteil hat die neue Technik jedoch, bislang kann nur am Computer mobil mit LTE gesurft werden. Dies liegt vor allem daran, dass die Auswahl der mobilen Endgeräte, die sich bisher auf entsprechende USB-Sticks beschränken, noch klein ist. Experten sind sich jedoch einig, dass sobald die neue Technik auch für Smartphones und Tablet-PCs verfügbar ist, wird die Nutzung schnell zunehmen.
Schnelle Verbindungen haben ihren Preis
Die ersten LTE-fähigen mobilen Geräte sind für 2012 geplant. Den Kunden soll es dann möglich sein, die Hoch- und Runterladezeit auf ein Fünftel der bisherigen Zeit zu verringern. Zudem könnten nach Ansicht von Telekom-Technik-Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn verschiedene Anwendungen besser genutzt werden. Aktuell bietet die Telekom in Köln LTE mit bis zu 100 Megabit an. Allerdings liegt der Einsteigerpreis bei 79 Euro im Monat. Ab Herbst dieses Jahres soll der Preis dann schon bei 90 Euro monatlich liegen.
Vodafone hingegen berechnet für eine Geschwindigkeit von 50 Megabit derzeit ungefähr 70 Euro. Günstigere Tarife mit geringeren Übertragungsraten seien ebenfalls verfügbar. Die Verbraucher sollten sich jedoch bewusst sein, dass die angebotenen Spitzengeschwindigkeiten nur unter idealen Bedingungen erreicht würden. Ursprünglich wurde die LTE-Technik dort eingesetzt, wo es keine schnellen Internetanbindungen gab. Das galt vor allem für den ländlichen Raum. Denn die Versteigerung der Lizenzen war an die Auflage gebunden, zunächst die weißen Flecken im ländlichen Raum zu beseitigen.
