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Das typische Problem vieler Gemeinden mit einem nicht zufrieden stellenden DSL-Anschluss

Die rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde Montabaur liefert gegenwärtig – wenn sicher auch etwas unfreiwillig – ein Beispiel dafür, wie es in einer Vielzahl kleiner und mittelgroßer Gemeinden in Deutschland leider noch immer um die Verfügbarkeit eines ausreichen schnellen DSL-Anschlusses bestellt ist.

Unterversorgung ist für viele Gemeinden der Normalzustand

Viele der 24 Dörfer der Verbandsgemeinde Montabaur geben dafür ein Beispiel, dass vermeintliche „Breitbandalternativen“ über ISDN oder Funk und „DSL-Light“-Anschlüsse ein schlechter Ersatz für einen zeitgemäßen „normal schnellen“ DSL-Anschluss sind.

Standardzugänge über endlos lange Telefonleitungen und die Nutzung von Handynetzen bieten bestenfalls Bedingungen, die die Nutzung des Internet als ein zeitaufwendiges Hobby ermöglichen.

Ein Ausbau der betroffenen Netze scheitert oft an den hohen Investitions- oder Erschließungskosten und die Einführung der „Wunderwaffe“ LTE lässt länger auf sich warten, als vorher angekündigt.

Und leider ist es nicht vielen Gemeinden vergönnt, so wie dem zu Montabaur gehörende Niederelbert, 54.000 Euro aus eigenen Mitteln aufzubringen und damit den Ausbau des Glasfasernetzes in eigener Verantwortung für rund 1.600 Einwohner zu realisieren.

Andere Orte der Verbandsgemeinde, die weiter weg vom nächstgelegenen Vermittlungspunkt liegen, müssten für ein ähnliches Vorhaben außerdem mit wesentlich höheren Kosten rechnen.

Fragebogenaktion soll Grundlage für ein tragfähiges Konzept liefern

Um den konkreten Bedarf an Internetanschlüssen in allen Dörfern Montabaurs zu ermitteln, steht eine von den Gemeindevertretern ins Leben gerufene Fragebogenaktion kurz vor ihrem Abschluss. Der bisherige Rücklauf sei recht gut, was als Zeichen für die Unzufriedenheit der Einwohner mit dem bisherigen Zustand zu werten ist.

Das Ergebnis der Befragung soll Grundlage für ein zu erarbeitendes Konzept sein, wonach Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung der Verbandsgemeinde mit schnellem Internet realisiert werden sollen.

Nur mit einer akzeptablen Internetversorgung als wichtigem Standortfaktor könne Montabaur weiterhin eine gefragter Ort für Wohnungsneubau und die Vergabe von Mietwohnungen bleiben.