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Kurth: Keine Regulierung der Kabelnetze

Kurth: Keine Regulierung der Kabelnetze

Im Rahmen der in Köln stattfindenden ANGA Cable 2011 sprach sich Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, gegen eine Regulierung der Kabelnetzbetreiber aus. Die Deutsche Telekom hatte im Hinblick auf das Wachstum des Netzes eine Regulierung des Kabels gefordert. Auf der Fachmesse wies Kurth diese Forderungen gestern zurück.

Wettbewerb statt Regulierung

Matthias Kurth

Matthias Kurth - Präsident der Bundesnetzagentur
Quelle: Bundesnetzagentur


Kurth betonte dazu: „Wo Wettbewerb ist, ist keine Regulierung erforderlich.“ Der Präsident der Bundesnetzagentur sieht in der neuen Breitbandtechnologie noch viel Potenzial. Seiner Meinung nach “ könne sich die derzeitige Situation in Deutschland aber durchaus sehen lassen, denn bisher können 50 bis 60 Prozent der Haushalte Internet mit bis zu 50 MBit/s über die Kabelnetze nutzen.“ Auch die Preise für die derzeitigen Angebote mit den entsprechenden Geschwindigkeiten hält Kurth für angemessen. Das mangelnde Verbraucherinteresse liege eher daran, dass noch entsprechende Angebote für die möglichen Geschwindigkeiten fehlten, die Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s attraktiv für den Nutzer machten.

Kostengünstige Lösungen für den ländlichen Raum

Desweiteren hält Kurth gerade für den ländlichen Bereich, der von den Netzbetreibern schwer zu erschließen ist, eine Vielzahl von Optionen für erforderlich. Hier seien auch besonders kostengünstige Lösungen gefragt. Dabei betonte er, dass auch die Gemeinden an den Kosten beteiligt werden müssten.

Eine generelle Abgabe für einen Breitband-Universaldienst lehnte der Chef der obersten Regulierungsbehörde ab, „da dies die Märkte negativ beeinflussen könne“ und sprach sich weiterhin für ein „marktwirtschaftliches Konzept“ aus.