EU-Kommissarin will Roaming-Kosten weiter senken
Die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes will nach einem Bericht der New York Times zufolge die Roaming-Kosten ab 2014 weiter senken.
Neue Kostendeckelung ab 2014

Danach soll die Obergrenze für abgehende Anrufe auf 24 Cent von derzeit noch 39 Cent gesenkt werden. Die Deckelung der Kosten soll ab 1. Juli 2014 erfolgen. Nimmt der Anrufer Anrufe im Ausland entgegen, sollen die Kosten nur noch maximal 10 Cent pro Minute betragen, außerdem soll der SMS-Versand nur noch 8 bis 10 Cent pro Nachricht kosten.
Für den Verbraucher am erfreulichsten ist sicher die Senkung der Kosten für Datenroaming. Im Moment werden in Europa durchschnittlich 2,50 Euro pro Megabyte fällig. Nach Planung von Kroes soll bereits ab Juli 2012 eine Obergrenze von 90 Cent gelten, danach ist eine Reduzierung auf 70 Cent angedacht, bis dann in 2014 50 Cent pro Megabyte erreicht werden.
Provider sind verärgert
Die EU-Kommissarin Neelie Kroesm zuständig für Informationsgesellschaft und Medien hat sich vorgenommen, die Harmonisierung der Roaming-Kosten innerhalb Europas nachdrücklich voranzutreiben. Kroes will erreichen, dass „sich die Diskrepanz zwischen den Gebühren für Roaming und Inlandsgespräche allmählich gegen Null zubewegt.“ Die Telefonprovider sind allerding wenig begeistert von den Plänen der EU-Kommissarin. In den zähen Verhandlungen geben sie gerade so viel nach, wie sie unbedingt müsse. Die Provider beschweren sich nach jeder Anordnung aus Brüssel üblicherweise über Wettbewerbsbeschränkungen und Ablehnung der Gewerbefreiheit.
Mit den jetzt angedachten Plänen ist aber zu sehen, dass Frau Kroes mit dem bisher erreichten noch lange nicht zufrieden ist und die Telefonprovider sich auf weitere Beschränkungen einstellen müssen. Der Verbraucher indes kann sich freuen.

