Mehrheit der Europäer ist besorgt über persönliche Daten im Netz
In Brüssel wurde am Donnerstag eine Eurobarometer-Umfrage veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass sich die Mehrheit der Befragten um die persönlichen Daten im Internet sorgt. Rund 70 Prozent der Bürger äußerte sich besorgt über darüber, wie soziale Netzwerke mit den sensiblen persönlichen Daten umgehen.
Besorgnis vor unbefugter Datenweitergabe
Nur rund 26 Prozent der User von Online-Netzwerken gehen davon aus, dass sie die vollständige Kontrolle über ihre im Netz hinterlegten Daten haben. Weitere 44 Prozent haben Angst, dass ihre Daten unbefugt weitergegeben werden. Die Befragung ergab aber auch, dass die User gar nicht immer anonym im Netz unterwegs sein wollen, denn 80 Prozent aller Mitglieder sozialer Netzwerke haben ihren Namen dort angegeben, und immerhin noch 51 Prozent haben ein Foto von sich eingestellt. Weitere 39 Prozent haben sogar ihre Anschrift öffentlich gemacht. Dabei legt aber eine deutliche Mehrheit der Nutzer Wert darauf, einer Verarbeitung der persönlichen Daten vorher zuzustimmen. In Deutschland betrifft das nicht viele User, denn der Anteil der Deutschen, die in einem sozialen Netzwerk aktiv sind, liegt bei 37 Prozent. Deutschland rangiert damit im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz. Auch die Angst vor einem Betrug bei einem Online-Einkauf ist bei mehr als der Hälfte der Befragten vorhanden.
Eurobarometer zeigt Meinungsbild der europäischen Bevölkerung
Für die Eurobarometer-Erhebung wurden Ende des vergangenen Jahres 26.500 Europäer ab 15 Jahren befragt, davon 1.500 User in Deutschland. Mit dem Eurobarometer gibt die Europäische Kommission öffentliche Meinungsumfragen in den EU-Mitgliedsländern in Auftrag. Dabei gibt es Erhebungen, bei denen in zeitlichen Abständen immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden wie auch Fragebögen zu unterschiedlichen Themen. Bereits seit 1978 macht sich die EU mittels des Eurobarometers so ein Bild von der Meinungslage der europäischen Bevölkerung.
