Keine Einigung zwischen Facebook und Schleswig-Holsteins Datenschützer
Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer hat dem „Gefällt-mir-Button“ von Facebook bereits vor einigen Tagen den Kampf angesagt. Auch nach einem Gespräch mit dem europäischen Facebook-Verantwortlichen Richard Allan, hält der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert an seiner Aufforderung zur Entfernung des „Like-Buttons“ fest. Sollte jemand der Aufforderung nicht nachkommen, werden Bußgelder fällig.
Facebook weist Vorwürfe zurück
Seitens Facebook wies man die Vorwürfe zurück. Wie Richard Allan betonte, würde sich das soziale Netzwerk an das geltende Datenschutzrecht halten. Weichert hatte kritisiert, dass beim Klick auf den „Like-Button“ die Daten in die USA weitergeleitet würden ohne dass der User darüber ausreichend in Kenntnis gesetzt würde. Das Unternehmen verwende die Daten seiner Ansicht nach für Werbezwecke und die Betreiber der Webseite auf der „Gefällt mir“ geklickt wurde, erhielten eine Analyse von Facebook. Dem widersprach Allan. Er betonte, dass die Seitenbetreiber keinen Zugriff auf die Daten hätten. Außerdem würden die übertragenen Daten nach 90 Tagen gelöscht.
„2-Klick-Lösung“ nicht ausreichend
Einige Webseitenbetreiber hatten bereits in der vergangenen Woche eine so genannte „2-Klick-Lösung“ auf ihren Seiten eingeführt. Dabei wird der User nach dem ersten Klick auf die Übertragung der Daten an Facebook hingewiesen und seine Einwilligung dazu eingeholt. Dieses Vorgehen ist für Weichert jedoch nicht ausreichend. Er bemängelte, dass die Profilbildung trotzdem erfolge und der User des Buttons nichts dagegen tun könne. Er kritisierte, dass Facebook nicht bekannt mache, was mit den übertragenen Userdaten passieren würde.
Zur weiteren Klärung der Angelegenheit wurde aber einen weiteren Austausch zwischen Facebook und dem Datenschützer vereinbart.
