Sächsische Piraten wollen ins Parlament
Nachdem die Piratenpartei vor 14 Tagen den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus geschafft hat, will die junge Partei auch in andere Landesparlamente einziehen. Am Samstag fand in Leipzig der Landesparteitag der Piraten statt. Auch in Sachsen konnten sich die Piraten über einen deutlichen Mitgliederzuwachs freuen.
Einzug in alle Landesparlamente
Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa betonte der Landesvorsitzende Andreas Romeyke, das Ziel der Piraten sei, künftig in allen Landesparlamenten vertreten zu sein. In Sachsen befindet sich die Partei nach Angaben des Vorsitzenden noch im Aufbau. In großen Städten besteht aber ein großes Interesse an den Piraten. Romeyke betonte, dass er davon ausgehe, dass das derzeitige Interesse nicht nur vorübergehend sei, und die Piraten keine Spaßpartei seien.
Vertrauen der Bürger in die Politik stärken
In Sachsen gab es kürzlich erhebliche Aufregung um die massenhafte Speicherung von Handydaten bei einer Demonstration in Dresden. Dieser als „Handygate“ bezeichnete Skandal ließ das Vertrauen der Bürger in die Politik erheblich sinken. Erklärtes Ziel der Piraten ist es, Politik für Bürgerinnen und Bürger transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Eines der Hauptthemen der Piraten ist das Internet. Auch landespolitische Themen wie Bildungspolitik und innere Sicherheit standen auf dem Programm des Landesparteitages, hierzu sollten kreative neue Ideen erarbeitet werden. Insgesamt hat man sich bei den sächsischen Piraten zum Ziel gesetzt, den Bürgern stärkere Mitspracherechte zu verschaffen.
