Phantasterei oder Wahrheit – werden Straftäter bald vor einer begangenen Tat erkannt?
Auf diese Frage will das News-Portal ZDNet durch ihm vorliegende interne Dokumente jetzt eine Antwort gefunden haben. So arbeite das US Department of Homeland Security gegenwärtig an der Entwicklung einer Software, mit deren Einsatz es künftig möglich werden soll, Straftätern und Verbrechern bereits vor dem Begehen ihrer Taten auf die Spur zu kommen.
Das Projekt, das unter der Bezeichnung „System Future Screening Technology“ (FAST) immerhin durch die Teilnahme freiwilliger Versuchspersonen bereits öffentlich getestet worden sein soll, wird nun vor allem von der amerikanischen Öffentlichkeit heftig diskutiert. Allerdings verweigert bisher der US-Heimatschutz dazu jede Stellungnahme.
Das System ermittle auf der Grundlage von Messergebnissen und Rechenvorschriften mittels Sensoren und Kameras charakteristische „böse Absichten“, die Auskunft über das zu erwartende Gewaltpotenzial der getesteten Personen geben sollen. Daten wie die ethnische Zugehörigkeit, das Alter, Geschlecht, die Atemfrequenz, der Puls, die körperliche Verfassung und vorliegende Stimmungsschwankungen würden dafür ermittelt und bewertet.
Eine derartige Form einer präventiven Verbrechensbekämpfung erinnert ein wenig an den inzwischen aus der Mode gekommenen Lügendetektor, der nun in einer weiterentwickelten Variante die potentiellen Straftäter aufspüren soll, bevor sie eine Straftat oder ein Verbrechen begehen.
Neben Antworten auf eine Reihe offener Fragen scheinen vor allem die nach dem Zweck und dem Zeitpunkt der Anwendung von FAST und der sich daraus ableitenden strafrechtlichen Konsequenzen im Vordergrund zu stehen.
