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Abfragen nach Nutzerdaten steigen

Abfragen nach Nutzerdaten steigen

Traditionell veröffentlichte Google unlängst seinen Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2011. In diesem werden unter anderem die Anzahl und die Tendenz der Anträge einzelner Regierungen nach Nutzerdaten sowie die Zahl der Anträge zum Löschen von Daten aufgeführt. Während dabei Tendenzen deutlich erkennbar sind, sind die veröffentlichten Zahlen der Statistik mit der Einschränkung versehen, dass einige Abfragen aus ermittlungstaktischen Gründen keine Berücksichtigung fanden.

Nutzerdaten sind gefragt wie noch nie

Bei der Abfrage der Nutzerdaten bei Google führen nach wie vor die USA die Rangliste an. Bei knapp 6.000 Abfragen im Zeitraum von Januar bis Ende Juni 2011 stieg deren Zahl gegenüber dem zurückliegenden Halbjahr um 29 Prozent. Platz zwei belegt Indien mit 1739 Abfragen und auf Platz drei folgt mit Frankreich das erste Land der EU. 1300 Abfragen ergaben dabei eine Steigerung von 27 Prozent. Von Platz sieben auf Platz fünf „verbesserte“ sich Deutschland mit rund 1060 Abfragen und einer Steigerung gegenüber dem zweiten Halbjahr 2010 um stolze 40 Prozent.

Die Statistik des Transparenzberichtes trifft dabei keine Aussage zu den Gründen der einzelnen Abfragen. Allerdings sind die Angaben zu den von Google abgelehnten Auskunftsersuchen recht interessant. Abfragen aus den USA werden nur zu sieben Prozent abgelehnt, Abfragen aus Deutschland immerhin zu einem Drittel. Ausnahmslos alle Abfragen wurden demzufolge aus Russland und der Türkei abgelehnt.

Zahl der Anträge zum Löschen von Daten stagniert

Anders als bei den Auskünften zu einzelnen Nutzern von Google bewegen sich die Anträge zum Entfernen von Inhalten auf etwa unverändertem Niveau. Brasilien führt dabei unverändert mit 224 Anträgen zum Entfernen von 689 Datensätzen die Rangfolge an. Platz zwei wird bereits von Deutschland eingenommen, das 125 Anträge zum Löschen von immerhin 2405 Datensätzen stellte. 86 Prozent davon wurden realisiert. Platz drei wird von den USA belegt, die mit 92 Anträgen immerhin eine Steigerung gegenüber dem vorigen Halbjahr um 70 Prozent aufweisen.