Britischer Außenminister eröffnet Cyberspace-Konferenz
Gestern hat der britische Außenminister William Hague in London eine zweitägige internationale Cyberspace-Konferenz eröffnet. Politiker und Vertreter aus 60 verschiedenen Nationen diskutieren in diesem Rahmen über feste Richtlinien und Regeln für das Internet.
Im Netz müssen alle zusammenarbeiten
In seiner Eröffnungsrede betonte Hague, dass es gerade im Netz auf die Zusammenarbeit aller ankäme. Er wies darauf hin, dass es im Internet kein Land allein schaffen könne. Seiner Meinung nach bedürfe es einiger grundlegender Prinzipien, die das Cyberspace regeln. So müsse jeder das Recht auf einen freien Internetzugang erhalten, das geistige Eigentum Dritter müsse im Netz respektiert und geschützt werden. Der britische Außenminister betonte aber gleichzeitig, dass die vielen verschiedenen Nationen in einigen Bereichen sehr unterschiedliche Auffassungen hätten. Internationale Einigkeit sei daher in einigen Punkten schwierig herbeizuführen. Seiner Ansicht nach seien „kulturelle Unterschiede keine Entschuldigung dafür, Menschenrechte zu verwässern.“ Nur weil eine Minderheit das Netz für terroristische Aktivitäten nutzen würde, könne es nicht sein, dass ein Staat seinen Bürgern den freien Netzzugang verweigere.
Künftig jedes Jahr eine Konferenz zum Thema
Am heutigen Tag wird es anlässlich der Konferenz weitere Reden geben. Unter anderem werden der schwedischen Außenminister Carl Bildt und der US-Vizepräsident Joe Biden, dieser per Videobotschaft, sich zum Thema äußern.
Geplant ist, die Cyberspace-Konferenzen künftig jährlich abzuhalten. In den nächsten beiden Jahren werden Ungarn und Südkorea als Gastgeber fungieren.
