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Datenschutzpanne bei Berliner Piraten

Datenschutzpanne bei Berliner Piraten

Bei der Fraktion der Berliner Piratenpartei hat es eine peinliche Datenschutzpanne gegeben. Der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion Martin Delius hatte in einer Email Bewerber kontaktiert, die sich für Stellen in der Fraktion beworben hatten. Dabei konnten die Bewerber aufgrund der Verteilerliste der Mail jeweils die Namen der anderen Mailempfänger lesen.

Kopie statt Blindkopie

Foto: Olaf Haensel

Gerade weil die Themen Datenschutz und Freiheit im Internet zu den Kernthemen der Piraten zählen, ist dieser Fehler, der nach eigenen Angaben aus Überarbeitung passierte, besonders ärgerlich. In einer Stellungnahme zu seinem Versehen erklärt Delius wie es zu dem Fehler kommen konnte. Er habe die 252 Empfänger der Mails in die Zeile „CC“ , das für eine Kopie an alle steht, statt „BCC“, das für Blindkopie an alle steht, gesetzt, so dass jeder den Namen des anderen sehen konnte.

Delius betont aber, dass es sich bei der Mail nur um eine kurze Nachricht ohne weiteren persönlichen Inhalt handelte, dass ihm aber bewusst sein, dass er gegen die individuelle informationelle Selbstbestimmung der Empfänger verstoßen habe. Nach Bemerken seines Fehlers habe er sofort eine entsprechende Entschuldigung versandt.

Modifizierung des Servers geplant

Darüber hinaus teilte der parlamentarische Geschäftsführer mit, dass man in Zukunft einen entsprechenden Filter beim Server der Piraten einbauen wolle, der beim Versenden von Kopien an mehr als 15 Mailempfänger noch einmal nachfrage und eine Freischaltung erfordere.