Syrien verbietet die Nutzung von iPhones
Aktuellen Meldungen der Nachrichtenagentur dpa zufolge hat das syrische Regime ein landesweites Verbot für iPhones ausgesprochen. In einem Erlass der Zollverwaltung des syrischen Finanzministeriums wird die Nutzung der Geräte untersagt. Bei Nichtbeachtung des Verbotes drohen eine Konfiszierung des Gerätes sowie eine Strafe.
Bilder und Fotos sollen nicht ins Netz gelangen
Das Regime will verhindern, dass über die iPhones Bilder und Fotos von gewaltsam beendeten Demonstrationen ins Internet gelangen. In Syrien gibt es für Apple-Geräte Apps der Opposition, über die alle Neuigkeiten zur Verfügung gestellt werden. Die App „Syrien ist alles“ verweist mit Links auf Nachrichten über die Volksaufstände. Mit dem Erlass will das Regime von Präsident Baschar al-Assad nun die Opposition zum Schweigen bringen. Auf andere mobile Geräte bezieht sich das Verbot offensichtlich nicht. Das IT-Nachrichtenmagazin „Golem“ berichtet, dass bereits im Sommer dieses Jahres das 3G-Netz in Syrien ausgeschaltet wurde.
Viele Webseiten werden blockiert
In Syrien wächst die Zahl der Internetnutzer stetig an, obwohl das Land das Netz starken Kontrollen unterzieht, viele Webseiten werden von staatlicher Seite aus blockiert. Seit Anfang des Jahres sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Seiten YouTube und Facebook erreichbar. Statistischen Angaben zufolge lag die Zahl der Internetnutzer in Syrien im Jahr 2010 bei rund 17 Prozent.
