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Gerichtsverfahren wegen T-Mobile USA-Verkauf droht zu platzen

Gerichtsverfahren wegen T-Mobile USA-Verkauf droht zu platzen

Beim Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA an den amerikanischen Konzern AT&T sind erneut Probleme aufgetaucht. Nunmehr könnte sich das Gerichtsverfahren, das vom US-Justizministerium angestrengt wurde, verzögern oder sogar angebrochen werden. Am vergangenen Freitag verlangte das Justizministerium eine Verschiebung oder einen Abbruch des Verfahrens.

AT&T und Telekom wollten zunächst Verfahren abwarten

FCC Logo

Logo der Wettbewerbsbehörde FCC

Das jetzige Bestreben des Justizministeriums als oberste Kartellbehörde der USA begründet sich auf der Tatsache, dass die beiden beteiligten Unternehmen vor einigen Wochen ihren Antrag bei der Wettbewerbsbehörde FCC zurückgezogen hatten. Man hatte sich darauf geeinigt, um sich zunächst auf das anstehenden Gerichtsverfahren konzentrieren zu können. Ohne eine Zustimmung des FCC als oberste Regulierungsbehörde kann ein Verkauf aber nicht stattfinden. Und genau dieser Punkt wird jetzt von Seiten des Justizministeriums in die Waagschale gelegt.

AT&T und T-Mobile hatten ihren Antrag beim FCC zurückgezogen, da auch dort massive Bedenken gegen die geplante Übernahme bestanden. Daraufhin hatten AT&T und T-Mobile den Plan verfolgt, zunächst in dem Gerichtsverfahren gegen die US-Justiz zu gewinnen und danach in die Schlacht mit dem FCC zu ziehen. Medien in den USA berichten, dass die vorsitzende Richterin sehr ungehalten über das Taktieren der Beteiligten sei und am kommenden Donnerstag entscheiden will, wie es weitergehen soll.

Deutsche Telekom könnte Vertragsstrafe kassieren

Wenn der geplante 39-Milliarden Dollar-Deal nicht wie geplant über die Bühne geht, bleibt die Deutsche Telekom auf ihrem Sorgenkind T-Mobile USA sitzen, kassiert aber in diesem Falle eine Vertragsstrafe in Höhe von drei Milliarden US-Dollar zahlen und Rechte und Frequenzen in Höhe von weiteren drei Milliarden Dollar abgeben.