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Verbraucherschutzministerin beschwert sich über Facebook

Verbraucherschutzministerin beschwert sich über Facebook

Die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat sich mi einem Schreiben an die US-Handelskommission FTC gewandt. Darin geht es um den Datenmissbrauch des sozialen Netzwerkes Facebook.

Keine ausreichende Information der User

Ilse Aigner, Quelle: ilse-aigner.de

Nach einem Bericht des „Focus“ geht es in dem Schreiben von Aigner vor allem um die automatische Gesichtserkennung von Facebook und die mangelnde Information der User. Aigner bemängelt, dass Facebook derzeit einige riesige Datenbank mit biometrischen Personendaten erstelle und die User darüber weitgehend im Unklaren lasse. Auch der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hatte bereits mehrfach das Vorgehen Facebooks kritisiert und mit rechtlichen Schritten gegen das weltgrößte Netzwerk gedroht.

Jugendschutz nicht ausreichend

Auch der Jugendschutz bei Facebook ist Aigner zufolge nicht ausreichend. So äußert sie, dass man ihr bei einer USA-Reise im September versichert habe, eine Anmeldung von Kindern sei nicht möglich, diese würden abgewiesen. Aigner betont in ihrem Schreiben, dass man sie offensichtlich belogen habe, denn auch achtjährige Kinder könnten sich unter Angabe eines falschen Alters problemlos bei Facebook registrieren. Eigentlich liegt das Mindestalter für eine Anmeldung bei dem sozialen Netzwerk bei 13 Jahren.

Die Verbraucherschutzministerin wirft dem sozialen Netzwerk in ihrem Brief auch das Bilden eines Profils des jeweiligen Users ohne dessen Einwilligung vor. Denn die besuchten Seiten des Users würden über 90 Tage lang gespeichert, ohne dass eine entsprechend verständliche Information erfolge. Das sei nach Aigners Ansicht nichts anderes als eine Profilbildung.