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Microsoft und Nokia an Blackberry interessiert

Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Microsoft und Nokia eine Übernahme des schwächelnden Blackberry-Herstellers RIM in Erwägung ziehen. Das Blatt berichtet von mehreren Treffen führender Manager der drei Unternehmen.

Auch Amazon prüft Übernahme

Und auch andere Unternehmen sind offenbar an dem kanadischen Mobiltelefonhersteller interessiert, denn die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass auch Amazon eine Übernahme prüfe. Die Kanadier hätten aber die Bemühungen anderer Unternehmen bisher zurückgewiesen.

Bei RIM läuft es in der letzten Zeit nicht besonders positiv, die Nachfrage nach den einst so beliebten Blackberrys ist deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden im laufenden Quartal drei bis vier Millionen weniger Geräte umgesetzt. Und auch der Tablet-PC Playbook von RIM blieb bisher ohne Erfolg. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, ist der Wert des Unternehmens im vergangenen Jahr um 77 Prozent gesunken. Aktuell ist das Unternehme noch rund 6,8 Milliarden Dollar wert.

Technische Probleme verärgern User

In der letzten Zeit gab es mehrfach technische Probleme, die die Kunden verärgerten. Es gab Ausfälle und Probleme beim Mailversand und bei Messenger. Anfang Oktober mussten Blackberry-User teilweise komplett auf alle Dienste verzichten, denn es gab aufgrund von Netzwerkproblemen auf mehreren Kontinenten Totalausfälle, die für Schlagzeilen sorgten. Ein gewaltiger Datenrückstau sorgte noch Tage nach dem Ausfall für Probleme.

Für die Blackberry-Geräte gibt es im Vergleich zu anderen Betriebssystemen nur wenige zusätzliche Apps, denn die Programmierung für das Betriebssystem OS7 sind sehr sperrig und kompliziert. Dazu kommt, dass RIM im nächsten Jahr ein neues Betriebssystem plant, auf dem die alten Apps dann nicht mehr laufen.

Für die Konkurrenz ist das kanadische Unternehmen wegen der rund 75 Millionen Kunden interessant. Zudem verfügt das Unternehmen über ein beachtliches Portfolio an Patenten. Im Wettbewerb um die Dominanz des Smartphonemarktes werden die Patente immer wertvoller.