Irischer Datenschutzbericht: Facebook gelobt Besserung
Das soziale Netzwerk Facebook hat seinen Sitz für Europa in Irland. In der Dubliner Zentrale werden alle Konten der außeramerikanischen User verwaltet. Irische Datenschützer haben nun verlangt, dass die Löschung von Useraccounts erleichtert werden müsse. Außerdem verlangten die Datenschützer eine umfassendere Information der Nutzer über deren abgespeicherte Daten.
User schließen Vertrag mit Facebook Ireland
Die irische Datenschutzkommission hatte in einer dreimonatigen Untersuchung die Datenschutzbestimmungen des weltgrößten sozialen Netzwerks unter die Lupe genommen. Nutzer außerhalb der USA schließen bei der Anmeldung bei Facebook einen Vertrag mit Facebook Ireland. Die Verträge unterliegen somit nicht nur den Bestimmungen der Europäischen Union sondern auch irischem Recht.
Die Datenschützer verlangen auch, dass die Löschung einzelner Daten ebenfalls vereinfacht werden müsste. Der User solle die Möglichkeit haben, Daten einfacher und vor allem dauerhaft zu löschen. Wer Informationen über seine Facebook-Daten haben möchte, dem müssen diese nach dem Willen der irischen Datenschützer innerhalb von 40 Tagen vorgelegt werden.
Im Juli erfolgt eine Überprüfung
Die irischen Behörden wollen im nächsten Jahr im Juli überprüfen, ob Facebook die Änderungswünsche umgesetzt hat. Bereits gestern Abend hatte das soziale Netzwerk angekündigt, die Transparenz zu erhöhen. So sollen die europäischen User in Zukunft gefragt werden, ob sie an der in Europa sehr kritisierten Gesichtserkennung teilnehmen wollen. Auch die Löschfunktion privater Daten soll nach Angaben Facebooks überarbeitet werden.
