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Bundesverbraucherministerin kritisiert Facebook

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kritisierte das soziale Netzwerk Facebook in einem Bericht des „Handelsblattes“ scharf. Besonders die neue Timline-Funktion, in der User ihr gesamtes Leben auf einer Art Zeitleiste veröffentlichen können, befand die Ministerin als „absurd“.

Timeline widerspricht der Medienkompetenz

Aigner betonte, dass diese Funktion genau dem widerspräche, was eigentlich unter Medienkompetenz verstanden werden sollte: Nämlich umsichtig und sparsam mit der Preisgabe der eigenen Daten umzugehen. Denn bei der Timeline-Funktion auf Facebook werden die User quasi aufgefordert, letzte noch unbekannte Informationen über die eigene Person ins Netz zu stellen.

Strengerer Datenschutz auf EU-Ebene

Die Verbraucherministerin betonte gegenüber dem „Handelsblatt“, sich auch auf EU-Ebene für einen strengeren Datenschutz einsetzen zu wollen. Ihrer Meinung habe der Schutz der Verbraucherdaten nichts damit zu tun, in welchem Land ein User lebe oder in welchem Land ein Unternehmen ansässig sei. Dabei ginge es auf der europäischen Ebene vor allem darum, dass Unternehmen, die sich an europäische Verbraucher richten würden, auch dem europäischen Recht unterliegen müssten.

Aigner hatte sich immer wieder dafür ausgesprochen, den Datenschutz hinsichtlich der sozialen Netzwerke europaweit zu stärken und keine Alleingänge zu unternehmen. Sie betonte bereits Ende Oktober, dass es für einen global agierenden Internetkonzern auch globale Regelungen geben müsste. Aigner unterstützt die Maßnahmen der Europäischen Union, eine generelle Datenschutznovelle zu erstellen.