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Facebook gibt Kritik nach und startet neue Datennutzungsregelungen nicht

In den letzten Tagen gab es anhaltende Kritik an den neuen Datennutzungsrichtlinien Facebooks, die heute in Kraft treten sollten. Das soziale Netzwerk hat nun offenbar auf den Protest reagiert und auf seiner Facebook Site Governance mitgeteilt, den Start zu verschieben.

Datenschützer üben heftige Kritik

In der Mitteilung heißt es, dass der Zeitraum, in dem User Kommentare zu den neuen Richtlinien abgeben konnten, nun abgelaufen sei und man jetzt das weitere Vorgehen prüfe. Zunächst war der Start der neuen Nutzungsrichtlinien gleich für den Anschluss vorgesehen gewesen. Bereits gestern wurde berichtet, dass auch die deutschen Datenschützer mit der neuen Regelung nicht einverstanden waren. Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert und der Hamburger Johannes Caspar hatten heftige Kritik an den geplanten Maßnahmen Facebooks geübt. Vor allem die fehlende Möglichkeit, dem Übertragen der eigenen Daten zu Werbezwecken widersprechen zu können, war auf heftigen Protest gestoßen.

Auch User protestieren

Neben den Datenschützern gab es auch Proteste vieler Facebook-User zu den geplanten Änderungen. So wurde unter anderem betont, dass einige Punkte der neuen Nutzungsrichtlinien gegen das Telemediengesetz verstießen. Nach Ansicht der Datenschützer sind die neuen Regelungen weder mit deutschem noch mit europäischem Recht vereinbar.

Bei Untersuchungen hat man festgestellt, dass ohne Einverständnis der User eine umfassende Profilbildung der Nutzer erfolge, davon erwähnt das soziale Netzwerk jedoch nichts in den überarbeiteten Regelungen.