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Microsoft geht gegen Botnetz-Betreiber vor

Microsoft geht gegen Botnetz-Betreiber vor

Microsoft teilt mit, dass das Unternehmen erfolgreich gegen eines der gefährlichsten Botnetze vorgegangen sei. Gemeinsam mit US-Behörden und Finanzdienstleistern wurden zwei Rechenzentren des Zeus-Botnetzwerkes durchsucht und die Server abgeschaltet. Aktuellen Berichten zufolge wurden von den Zentralen aus mehr als 3.300 Botnetze gesteuert.

Botnetze steuern PCs fern

Botnetze steuern PCs fern

Bei einem Botnet werden Computer ferngesteuert und beispielsweise zum Versenden von Spam-Mails benutzt. Die Angreifer dringen durch Sicherheitslücken in das PC-System ein und installieren Trojaner auf den Geräten.

Microsoft besorgt sich richterlichen Beschluss

Die Netzwerke dienten in diesem Fall zum Diebstahl von Passwörtern und Bankdaten. Über die Tastatureingaben der User machten die Kriminellen sich die Bankdaten der arglosen User zugänglich. Die „New York Times“ berichtet, unter Federführung Microsofts seien am letzten Freitag Bürogebäude in Pennsylvania und Illinois durchsucht worden. Dabei wurden Server abgeschaltet und beschlagnahmt. Microsoft-Mitarbeiter wurden bei der Aktion von US-Vollzugsbeamten begleitet.

Berichten zufolge hat die durchgeführte Aktion zivilrechtliche Grundlagen. In einer Klage bezichtigt Microsoft die Verantwortlichen 13 Millionen PCs mit einer schädlichen Software infiziert zu haben. Da die Ermittlungen dem Unternehmen offenbar zu langsam gingen, besorgte sich Microsoft selbst einen richterlichen Beschluss, um die Geschäftsräume zu durchsuchen. Die Kriminellen sollen innerhalb von fünf Jahren mit dieser Masche 100 Millionen US-Dollar erbeutet haben.