Antiviren-Hersteller kritisieren Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Testausgabe Sicherheitssoftware unter die Lupe genommen. Die Testergebnisse stoßen bei den Herstellern auf heftige Kritik. McAfee, Trend Micro und auch Symantec werfen den Datenschützern praxisferne und veraltete Untersuchungsmethoden vor. Das berichtet unter anderem das Online-Portal „ZDnet“.
Test ohne Internetanbindung
Die Hersteller der Sicherheitssoftware bemängeln insbesondere, dass die Warentester die Produkte zum Teil ohne eine Anbindung ans Internet getestet hätten. Damit wären einige Vorteile der getesteten Software von vorneherein auf der Strecke geblieben. Experten bewerteten den Test der Stiftung Warentest als nicht mehr „zeitgemäß“ und betonten, dass man schon vor zehn Jahren auf diese Weise geprüft hätte.
Warentester melden sich zu Wort
Inzwischen hat sich der Warentest-Verantwortliche Marcus Pritsch gegenüber „ZDnet“ zu Wort gemeldet. Seiner Aussage nach habe es bei den Tests sehr wohl eine Anbindung an das Internet gegeben. Er betonte, dass die Tests sowohl online als auch offline durchgeführt wurden. Um ein realistisches Szenario zu entwerfen, haben die Tester die Programm so installiert, wie auch Nutzer es tun würden und eine standardmäßige Installation der Programme vorgenommen.
Trotzdem äußern die Antiviren-Hersteller, dass es praxisnähere und aussagekräftigere Tests gäbe, bei denen sie nachvollziehen könnten, warum sie schlecht bewertet wurden. Das berichtet das Nachrichtenportal „n-tv“ nach einem Gespräch mit dem stellvertretenden Trend-Micro-Vorstand Raimund Genes.
