Internetwirtschaft verstärkt Zusammenarbeit bei Netzattacken
Im Kampf gegen Netzwerk- und Pishingattacken wollen die Provider ihre Zusammenarbeit verstärken. Das teilt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco in einer Presseerklärung mit. Die Kompetenzgruppe E-Mail des Verbandes hat dazu in der vergangenen Woche das Reporting-Format „X-ARF“ vorgestellt.
Schneller und effizienter Datenaustausch
X-ARF ist eine Open Source-Lösung innerhalb derer Daten zwischen den Providern problemlos ausgetauscht werden können. Auch Botnetz-Angriffe können durch das System abgebildet werden. Den Vorschlag hat eco gemeinsam mit den Internet-Providern erarbeitet, so dass man in diesem Bereich weiterhin auf die Selbstregulierung der Provider setzen will. Mittels X-ARF könnten die Provider nach Angaben des zuständigen eco-Bereichsleiters Ivo Ivanov so effizient und schnell Daten über eventuelle Attacken austauschen. Ein Provider könne einen Angriff melden so dass ein weiterer Provider Maßnahmen dagegen ergreifen könne.
Format dient als „Schutzschild“
Nach Ansicht des Verbandes soll das Format als eine Art „Schutzschild“ fungieren. Die Angreifer würden bemerken, dass ihre Attacken auf Provider Konsequenzen hätten und durch die Kooperation der Provider würde sich die Angriffsfläche für Attacken verringern. Eco teilt mit, dass sich das entwickelte Format für alle Login- und Malware-Attacken sowie auch Pishingangriffe eignen würde.
Mit einem Team von 40 Mitarbeitern kümmert sich eco seit 15 Jahren um die Interessenvertretung der Internetwirtschaft. Dabei setzt der Verband vor allem auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Mit über 550 Mitgliedern ist eco eigenen Angaben zufolge führender europäischer Verband.
