Anonymous-Hacker attackieren britische Regierungsseiten
Am Osterwochenende haben Anonymous-Hacker die Seiten des britischen Innenministeriums und des Justizministeriums lahmgelegt. Für die Zukunft kündigten die Aktivisten weitere Angriffe für Samstage an.
Protest gegen Pläne zur Internetüberwachung
Das britische Innenministerium hat bestätigt, dass es am vergangenen Ostersamstag einen Angriff gegeben habe. Am Sonntag war die Webpräsenz wieder wie gewohnt zu erreichen. Mit ihrer Aktion wollten die Hacker gegen Vorschläge der britischen Regierung protestieren, die eine verschärfte Überwachung des Netzes vorsehen. Die Aktivisten betonten, dass sie mit der Lahmlegung der Seiten gegen ein Abkommen zum Austausch von Straftätern zwischen Großbritannien und den USA vorgehen wollten. Die britische Regierung wurde scharf kritisiert, da es Pläne gab Mailverkehr, Kurznachrichten und besuchte Webseiten in Echtzeit zu überwachen. Gegner und Kritiker verglichen Großbritannien daher bereits mit Ländern wie China, in denen das Netz scharf reglementiert wird.
Künftig neue Attacken immer samstags
Die Hacker bombardierten die Internetseiten der britischen Regierung mit einer sogenannten Denial-of-Service-Attacke. Dabei werden die Server der Internetseiten mit derart vielen Anfragen konfrontiert, dass sie unter der Last zusammenbrechen. Per Twitter informierten die Hacker über die Aktion. Dabei sprachen die Aktivisten von „drakonischen Maßnahmen“, die die britische Regierung plane. Dabei informierten sie auch darüber, dass nun an jedem Samstag mit einem Angriff dieser Art zu rechnen sei.
