Kann Facebook in China Fuß fassen?
Das soziale Netzwerk Facebook würde gern in China Fuß fassen, das berichtet die „Financial Times Deutschland“. Doch bisher ist es keinem westlichen Unternehmen gelungen, den chinesischen Markt zu erobern. Bei den sozialen Netzwerken dominieren im Reich der Mitte eindeutig die chinesischen Anbieter.
Andere Internetanbieter scheiterten bereits
Bereits Google, Amazon und Ebay ist es nicht gelungen, die Chinesen von ihrem Angebot zu überzeugen. So ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch dem weltgrößten sozialen Netzwerk nicht gelingen wird, den chinesischen Markt, der mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern, ein ideales Pflaster wäre, zu erobern.
Neben den politischen Vorgaben hat Facebook dabei vor allem mit der inländischen Konkurrenz zu kämpfen. Die chinesischen Anbieter Sina, Renren oder auch Tencent haben den Markt mittlerweise untereinander aufgeteilt und Facebook würde den Chinesen mit seiner Plattform nichts Neues bieten.
Kooperation mit einheimischem Partner
Anfang des letzten Jahres wurde darüber berichtet, dass Facebook die Kooperation mit einem chinesischen Partner plane. Expertenmeinungen zufolge sei dies die einzige Möglichkeit für Mark Zuckerberg und sein Unternehmen überhaupt, auf den dortigen Markt zu gelangen. So wurde im April letzten Jahres berichtet, dass gemeinsam mit einem chinesischen Anbieter eine eigene Facebook-Version für China aufgebaut werden solle. Ob dieses Angebot für die Einwohner dort überhaupt attraktiv ist, ist fraglich, denn andere Angebote als die chinesische Konkurrenz wird es auch von Facebook nicht geben. Zumal die chinesische Führung es ihren Bürgern untersagt, Verbindung mit der restlichen Welt aufzunehmen, offiziell sind die Facebook-Seiten dort gesperrt. Und auch Twitter und YouTube können nicht genutzt werden.
Bereits vor gut vier Jahren gab es einen ersten Vorstoß von Facebook in Richtung China. Damals wurden die Bemühungen von Seiten der Regierung blockiert. Die FTD berichtet, dass die politische Führung Facebook damals für die Unruhen in der chinesischen Provinz Xinxiang verantwortlich machte.
