Unternehmen befürchten Cyber-Attacken
Eine Umfrage des US-Sicherheitsunternehmens Bit9 hat ergeben, dass 37 Prozent aller deutschen Unternehmen befürchtet, in den kommenden sechs Monaten Opfer eines Internet-Angriffs zu werden. Dabei fürchten die Unternehmen vor allem Angriffe durch anonyme Organisationen oder Hacker.
Angriffe durch Hacker oder verärgerte Mitarbeiter

Rund 44 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Angriffe auf das Konto von Hacktivisten gehen würden. Rund ein Drittel der Befragten befürchtet auch, das verärgerte Mitarbeiter einen Cyberangriff auf das Unternehmen planen könnten. Auch im restlichen Europa sind die Unternehmen besorgt über die zunehmenden Angriffe über das Netz. In Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien gaben 58 Prozent der befragten IT-Manager an, dass sie den Eindruck hätten, die Gefahr aus dem Netz sei gestiegen und die Zahl der Cyberkriminellen hätte zugenommen. Nur 11 Prozent der Befragten gab an, keine Bedrohung zu empfinden.
Angst um Diebstahl von Kundendaten
Vor allem Kundendaten, die von Unternehmen auf Servern gespeichert werden, sind ein potentielles Ziel von Hackerattacken. Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, sich um einen Diebstahl dieser Daten zu sorgen. Nur 31 Prozent der Unternehmen gaben an, sich durch ihre bestehenden Sicherheitsmaßnahmen ausreichend vor Attacken geschützt zu fühlen. Auch Forschungsergebnisse, Patente oder anderes geistiges Eigentum sind für 29 Prozent aller befragten Unternehmen am wichtigsten und sollten unter einem besonderen Schutz stehen. Dabei gehen europaweit 46 Prozent der Unternehmen davon aus, dass Sicherheitsfirmen am besten in der Lage sind, Daten zu schützen und Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Fas alle Unternehmen sind der Meinung, dass Kunden und Öffentlichkeit über Cyberattacken in Kenntnis gesetzt werden müssten. 88 Prozent der befragten IT-Manager gaben an, dass Sicherheitsverletzungen öffentlich gemacht werden sollten.

