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Facebook kauft Microsoft AOL-Patente ab

Die Einkaufstour Mark Zuckerbergs vor Facebooks geplantem Börsengang ist noch nicht zu Ende. Das soziale Netzwerk kaufte Microsoft einen Teil der AOL-Patente ab, die das Unternehmen erst selbst vor Kurzem erworben hatte.

Wichtiger Zukauf für Facebook

Für die 650 Patente zahlte Facebook aktuellen Medienberichten zufolge 550 Millionen US-Dollar. Microsoft hatte vor einigen Wochen selbst 925 Patente von AOL gekauft. Die beiden Unternehmen vereinbarten, dass Microsoft als Verkäufer die Lizenzen auf die von Facebook erworbenen Patente behält. Umgekehrt erhält das soziale Netzwerk Lizenzen auf die bei Microsoft verbleibenden Patente. Im Zuge dieser Vereinbarungen sind sich die beiden Unternehmen einig, sich wegen der betroffenen Patente nicht zu verklagen. Facebooks Justiz-Chef Ted Ullyot betonte, dass es sich um einen „wichtigen Zukauf“ handele und es sei wichtig für das soziale Netzwerk, sich ein „Portfolio an geistigem Eigentum“ aufzubauen. Verschiedene US-Blogs gehen davon aus, dass Microsoft und Facebook enger zusammenarbeiten um gemeinsam gegen den übermächtigen Konkurrenten Google ins Feld zu ziehen.

Facebook im Streit mit Yahoo

Im Streit um Patente bekämpft sich Facebook derzeit mit dem angeschlagenen Internetkonzern Yahoo. Zunächst hatte Yahoo Facebook wegen der Verletzung zahlreicher Patente verklagt. Dabei ging es vor allem um die Nutzung grundlegender Funktionen. Einige Zeit später zog das soziale Netzwerk nach und verklagte Yahoo wegen Patentverletzungen. Für den geplanten Börsengang im Mai sind die Streitigkeiten mit Yahoo ungünstig für Facebook. Für die Zukunft scheint sich das Unternehmen, das in den letzten Wochen sein Patentportfolio erheblich aufgestockt hat, absichern zu wollen.